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2.3.1.2.
Pernod
aux Extraits de Plantes d’Absinthe
Von Pernod, dem ersten industriellen
Absinthhersteller ist seit August 2002 wieder ein Absinth im Handel
erhältlich. Eine kleine Besonderheit der ersten Flaschen war ein
Neckhanger an dem ein Absinthlöffel und ein kleines Heft mit
umfassender Beschreibung des klassischen Trinkrituals befestigt war.
Lange Zeit verboten, wurde jetzt die
Faszination Absinth wieder entdeckt und die alten Original-Rezepte
von Pernod der aktuellen Gesetzgebung entsprechend adaptiert. Das
Ergebnis gibt am getreuesten den einzigartigen und subtilen
Geschmack dieses legendären Getränks wieder. Der weltbekannte
Hersteller bietet eine sehr exklusive Spirituose nach traditionellem
Rezept, sozusagen den Urabsinth an; der Name Pernod bürgt für
Qualität.
Pernod produzierte bis 1965 in
Taragona in Spanien den Original-Absinthe, der seit 1915 in
Frankreich verboten war. Da der Import nach Frankreich offiziell
verboten war, war es bei vielen Franzosen üblich nach Spanien zu
fahren und ihren Absinth privat über die Grenze zu schmuggeln. Es
wurde sogar eine Werbung auf Französisch dafür kreiert, 1937 hat
Pernod Spanien den Maler Wilquin beauftragt, eine entsprechende
Werbung für den spanischen Absinthe zu entwerfen.
Pernods Absinth hat sogar schon einen
Kosenamen bekommen: Man nennt ihn in Frankreich Pepa. Das kommt
daher, weil sich die Franzosen immer noch schwer tun, ein Getränk
Absinthe zu nennen, Pepa spricht sich leichter. Auch ist der Name
Absinth für ein Produkt in Frankreich noch immer nicht zulässig, es
muss Extrait d’Absinthe heißen, weil man hierzulande unter Absinth
immer noch das verbotene einstige Nationalgetränk sieht.
Der Absinth besitzt eine dunkelgrüne
Farbe und hat einen harmonisch bitteren ausgeglichenen Geschmack
nach Anis und verschiedenen Kräuternoten. Um die grüne Farbe aus den
Pflanzen zu bekommen und zu halten, musste der Absinth damals
mindestens 68% haben. Pernod hat sich entschieden, auch das zu
übernehmen, obwohl man heute andere Möglichkeiten hat und somit auch
Absinth mit 45% anbieten könnte. Aber Tradition verpflichtet. Der
Thujongehalt dieses Absinths beträgt 1,7mg/kg.
Der „erste Absinth der Welt“ ist auch
schon mehrfach preisgekrönt, so gewann er 2002 bei einem Wettbewerb
der deutschen Zeitung BIZZ den ersten Preis. Bei der Blindprobe im
Wettbewerb der Absinthiade in Pontarlier im gleichen Jahr belegte er
den zweiten Platz.
2.3.1.3.
Anisées
Unter dem Begriff Anisées versteht man
Spirituosen mit Anisaroma. Traditionell werden sie vor allem in den
Mittelmeerländern und meist mit Wasser verdünnt als Aperitif
getrunken.
In Frankreich liebt man den Pastis wie zum Beispiel jenen von
Ricard. Dafür werden Lakritze, Anis und verschiedene Kräuter in
Alkohol ausgelaugt, also mazeriert. Kein Pastis hingegen ist Pernod.
Für diesen Anisée wird Sternanis destilliert und dann mit
Kräuteressenzen versetzt. Gemeinsamer Vorfahre beider Arten ist
Absinth, da Pernods Anisschnaps auf der gleichen Rezeptur, lediglich
ohne Wermut, basiert. Griechischen Anislikör bezeichnet man als Ouzo.
Raki ist ein Anisbranntwein, der aus der Türkei stammt. Anisados
heißen Anisspirituosen aus Spanien und Portugal.
Pernod
Ein weiteres und wahrscheinlich in
unserer Gesellschaft bekannteres Produkt als Absinth ist der Anisée
Pernod. Pernod war die erste große Anisspirituose der Welt und ist
sozusagen der Inbegriff der Spirituosenart Anisées. Pernods
Anisschnaps liegt dem gleichen Rezept wie der Absinth zugrunde, der
einzige Unterschied ist nur das Fehlen von Wermut aufgrund der
Gesetzesgebung von 1915. Das einzigartige Rezept des Pernod ist ein
streng gehütetes Geheimnis. Es hat ein feines und erfrischendes
Aroma, welches hauptsächlich auf der Destillation von Sternanis und
aromatischer Kräuter basiert und hat 40% Vol.
Klassisch wird der Pernod mit stillem Wasser genossen, heutzutage
trinkt man ihn mit Orangensaft, Bitter Lemon oder Cola. Welche
Variante auch immer bevorzugt wird, man sollte ihn jedenfalls auf
Eis servieren und im Verhältnis 5:1 mischen.
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