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5.2.5.
Paul Cézanne (1839 –
1906)
Paul Cézanne wurde
am 19. Jänner 1839 als ältester Sohn des Händlers und Bankiers
Louis-Auguste Cézanne und der Anne-Élisabeth Aubert in
Aix-en-Provence geboren. Von 1849 bis 1858 besuchte er die Ècole
Saint-Joseph und das Collège Bourbon in Aix-en-Provence, wo er auch
Emile Zola kennenlernt. Von 1859 bis 1861 studiert Cézanne auf
Wunsch seines Vaters an der Universität in Aix-en-Provence Jura und
nimmt gleichzeitig Zeichen- und Malunterricht. 1861 gibt sein Vater
dem Drängen Cézannes nach und erlaubt ihm, eine Laufbahn als Maler
einzuschlagen.. Er fühlt sich jedoch in Paris unwohl und wird
depressiv, im September kehrt er entmutigt nach Aix-en-Provence
zurück und arbeitet in der Bank seines Vaters. Als er 1862 nach
Paris zurückgeht scheitern seine Versuche auf der École des
Beaux-Arts aufgenommen zu werden und er besucht die Académie Suisse
wo er Pissarro, Renoir, Courbet, Sisley und Manet kennenlernt und
seine Bewunderung für Eugene Delacroix entdeckt. 1963 werden
Cézannes Bilder im „Salon des Refusés“ (Salon der Zurückgewiesenen)
gezeigt, sein Frühwerk ist geprägt von dunklen Farben und starken
Kontrasten.
1869 lernt Cézanne die Buchbinderin
Hortense Fiquet kennen, die seine Geliebte wird und mit der er
während dem Deutsch-Französischem Krieg 1870/71 ins Fischerdorf
L’Estaque bei Marseille zieht und nach Ausrufung der Pariser Kommune
nach Paris zurückkehrt. 1872 wird sein Sohn Paul geboren und die
Familie zieht in die Nähe von Auvers-sur-Oise wo Cézanne von
Pissarro die Malweise der Impressionisten erlernt. Seine Bilder
werden heller und verlieren ihre scharfen Kontraste. 1874 werden
dann einige Bilder Cézannes in der ersten Gruppenausstellung der
Impressionisten gezeigt, diese provozieren heftige Kritik beim
Publikum und bei Kritikern. Bei Paul Cézannes Aufenthalt in
Aix-en-Provence 1875/76 beginnt er die Provence mit ihren
einzigartigen Lichtverhältnissen als am besten geeignete Landschaft
für seinen Stil zu entdecken. Als 1877 bei der dritten
Impressionistenausstellung 16 Bilder Cézannes gezeigt werden, zeigt
er sich zunehmend unbeeindruckt von der weiterhin negativen Kritik.
1886 bricht Cézanne mit seinem langjährigen Freund Zola nachdem er
sich in einem Roman seines Jugendfreundes in unvorteilhafter Weise
wiedererkannt hat. Im April desselben Jahres heiratet er Hortense
Fiquet und erbt im Oktober ein beträchtliches Vermögen als sein
Vater stirbt. Von 1887 bis 1899 lebt Cézanne abwechselnd in Paris
und in der Provence. Er wird zunehmend zum Einzelgänger und
verbringt lange Zeiträume ohne seine Familie. In seinen Bildern,
besonders den Stilleben, spiegelt sich sein Interesse an Bildaufbau
und klaren Linien, das seinen Stil von dem der Impressionisten
unterscheidet. In seinen späten Jahren erlangt er zunehmend
Anerkennung und Berühmtheit, seine Bilder werden auch im Ausland
gezeigt. Am bekanntesten sind die Serien über den Montagne
Sainte-Victoire und die Badenden, die er in seinen letzten
Lebensjahren malt. 1890 erkrankt Paul Cézanne an Diabetes. Seine
erste Einzelausstellung findet 1895 mit etwa 150 Gemälden in einer
Pariser Galerie statt. Ab 1899 hält sich Cézanne fast ausschließlich
in Aix-en-Provence auf, während seine Frau und sein Sohn in Paris
bleiben. Er wird immer unzugänglicher und lebt nur noch für seine
Malerei. Am 22. Oktober 1906 stirbt Paul Cézanne an den Folgen einer
Lungenentzündung da er beim Malen in ein Unwetter geraten war.
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