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5.2.7.      Guillaume Apollinaire (1880 – 1918)

Guillaume Apollinaire wurde am 26. August 1880 in Rom geboren, besuchte das Lycée Saint-Charles in Monaco und ließ sich schließlich 1899 in Paris nieder, wo er einige kleinere Zeitschriften herausgab, darunter „Les Soirées de Paris“ von 1913 bis 1918.

In Paris verkehrte Apollinaire in avantgardistischen Künstlerkreisen, lernt 1904 Pablo Picasso kennen und freundet sich mit Georges Braque an, dessen Leidenschaft für Absinth von ihm geteilt wurde. Sein beliebtestes Lokal war neben dem Cabaret Chat Noir das Bouillon Chartier in der Rue Faubourg Montmartre. Das Bouillon Chartier war eines der zahlreichen Armenrestaurants aber auch Treffpunkt zur „heure verte“, worauf aber im gleichnamigen Kapitel noch weiter eingegangen wird.

Guillaume Apollinaire versuchte vor allem eine Verbindung von Poesie und bildender Kunst herzustellen und übte sowohl auf die französische Dichtung, als auch auf die Entwicklung der modernen Kunst einen großen Einfluss aus. Seine Essaysammlung „Les peintres cubistes“ von 1913 gilt als Werk von herausragender Bedeutung, das dem Kubismus größere Beachtung brachte. Zu seinen Prosawerken zählen ferner die dem Symbolismus verpflichtete Erzählung „Le poète assassiné“ von 1916 aus dem gleichnamigen Erzählungsband, der geprägt ist von seinen Erfahrungen als Soldat im 1. Weltkrieg, sowie das Bühnenstück „Les mamelles de Tirésias“, welches schon 1903 verfasst aber erst 1918 veröffentlicht wurde. Apollinaire selbst bezeichnete Letzteres als „surrealistisch“ und gab damit der Bewegung des Surrealismus ihren Namen. Große Aufmerksamkeit fanden seine Gedichtbände „Alcools“ von 1913, der als sein Meisterwerk angesehen wird, und „Calligrammes“ von 1918. Apollinaire starb am 9. November 1918 in Paris.

 

 

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