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5.2.8.
Georges Braque (1882 –
1963)
Georges Braque wurde am 13. Mai 1882
in Argenteuil-sur-Seine bei Paris geboren und studierte an der École
des Beaux-Arts in Paris. Um 1905 schloss er sich der Gruppe der
Fauves an, die im Gegensatz zu der eher differenzierten Farbgebung
der Impressionisten den Ausdruck reiner, leuchtender Farben
bevorzugten, die sie in großen Flächen nebeneinander setzten. 1907
entdeckte er bei einer Retrospektivausstellung für Paul Cézanne
erstmals dessen Bilder und lernte etwa zur gleichen Zeit Pablo
Picasso und den Absinth kennen. Über Picasso machte er die
Bekanntschaft von Guillaume Apollinaire, mit dem er dann auch öfters
im Cabaret Chat Noir anzutreffen war.
Ab 1909 arbeitete Braque eng mit
Picasso zusammen, was dazu führte, dass beide einen ähnlichen Stil
zu entwickeln begannen und sie letztendlich zum Kubismus führte.
Beide Künstler schufen zwischen 1910 und 1912 Werke, in denen der
Realitätsbezug zunehmend aufgegeben wurde und sich der Gegenstand in
facettenartige Strukturen aufzulösen begann. Sowohl praktisch wie
theoretisch entwickelten sie den analytischen Kubismus, wie er etwa
in Braques Werk „Violine und Krug“ von 1910 zum Ausdruck kommt.
Durch Experimente mit der Technik der Collage gelangten sie zu den
flächigen Formen des synthetischen Kubismus.
Die gemeinsame fruchtbare
Zusammenarbeit setzte sich fort, bis Braque 1914 zum Kriegsdienst
eingezogen wurde. Nach einer schweren Verwundung kehrte er 1917 nach
Paris zurück und nahm seine Malerei im Stil der Vorkriegszeit wieder
auf, während sich Picasso künstlerisch bereits von ihm entfernt
hatte. In der Nachkriegszeit begann Braque, seinen ganz persönlichen
Stil zu entwickeln. Nachdem er an die Küste der Normandie umgezogen
war, wurden seine Bilder wieder stärker realitätsbezogen. Während
dieser Zeit malte er zahlreiche Still-Leben, später auch eine Reihe
von Atelier- und anderen Interieurbildern und schuf eine
beträchtliche Anzahl von Graphiken sowie Skulpturen und
Bühnendekorationen. Er starb am 31. August 1963 in Paris.
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