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5.2.6.
Auguste Renoir (1814 –
1919)
Auguste Renoir wurde am 25. Februar
1841 in Limoges geboren und begann als Porzellanmaler in der Pariser
Manufaktur der Brüder Lévy. 1861 bis 1862 studierte er bei Charles
Gabriel Gleyre an der Ecole des Beaux-Arts in Paris, wo er Alfred
Sisley und Claude Monet kennen lernte. Einige seiner frühen Arbeiten
demonstrieren seine Verehrung für Eugène Delacroix, wie die 1870
entstandene „Frau aus Algier“. Bezüglich der Lichtwirkung und
Farbgebung wurde jedoch die Zusammenarbeit mit Monet zum
bestimmenden künstlerischen Erlebnis. In den späten sechziger und
den siebziger Jahren schuf Renoir eine Fülle von Figuren- und
Landschaftsbildern von transparenter Farbigkeit wie verschiedene
Gesellschaftsszenen, Mohnfelder oder Flusslandschaften, in denen das
Gegenständliche sich oft fast konturlos zu einer Gesamt-„Impression“
fügt.
Bei der ersten Ausstellung der
Impressionisten 1874 war auch Renoir mit mehreren Werken vertreten.
Als unübertroffenes Meisterwerk dieser Schaffensphase und Ikone der
impressionistischen Malerei gilt sein Gemälde „Ball im Moulin de la
Galette“ (1876). Zugleich entstanden einfühlsame Porträts wie
„Madame Charpentier und ihre Kinder“ (1878) und „Jeanne Samary“
(1879), weitere bedeutende Werke dieser Periode sind „Die Loge“
(1874) und „Die Schaukel“ (1876). 1883 festigte Renoir mit einer
Einzelausstellung in der Galerie Durand-Ruel in Paris endgültig sein
Renommee als bedeutender Maler. Während der 1890er Jahre verliert
sich unter dem Eindruck der Gemälde Raffaellis, Ingres und Cézannes
ein wenig seine blühende Farbigkeit und weicht einer strengeren
Formgebung. Außerdem erweckt der Akt zunehmend sein Interesse und
wird zu einem bevorzugten Sujet des Spätwerks. Typisch ist die 1887
vollendete Folge von Studien zu einer Gruppe weiblicher Akte. Von
vergleichbarer Ausstrahlung sind „Liegender Akt“ (1907) und
„Gabrielle mit Rose“ (1911). Trotz einer Behinderung durch die von
Gichterkrankung verkrüppelten Hände blieb Renoir bis ins hohe Alter
tätig. Die letzten Werke sind meist lichtdurchflutete Landschaften,
die Zeugnis von seiner heiteren, lebensbejahenden Psyche ablegen.
Mit Hilfe eines Bildhauers schuf der Künstler im Alter auch
Bronzeplastiken wie die Venus (1915/1916). Der französische Maler
und Graphiker Auguste Renoir starb als einer der wichtigsten
Repräsentanten des Impressionismus am 3. Dezember 1919 in dem
südfranzösischen Dorf Cagnes-sur-Mer.
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