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5.3.2.
Arthur Rimbaud (1854 –
1891)
Der Dichter Arthur Rimbaud wurde am
20. Oktober 1854 in Charleville geboren. Er begann bereits im Alter
von zehn Jahren, Lyrik zu verfassen. Als er sich mit 16 Jahren
entschloss nach Paris zu gehen, war er zwar mittellos, hatte aber
schon ein beeindruckend umfangreiches Werk vorzuweisen. Mit 17
schrieb er sein berühmtestes Gedicht „Le Bateau ivre“, das er Paul
Verlaine vortrug. Weitere seiner im lockeren Versbau geschriebenen
Gedichte sind zum festen Bestandteil der Weltliteratur geworden und
waren von besonderem Einfluss auf die symbolistische und
surrealistische Lyrik. Seine Arbeit ist deutlich von Baudelaire
beeinflusst, ist in ihrer metaphorischen Originalität und dem
Assoziationsreichtum jedoch äußerst eigenständig.
1871 zog Rimbaud auf Anraten Verlaines
mit letzterem zusammen und wurde bald zu Verlaines Geliebten. Beide
verbrachten ihre Zeit mit Absinthtrinken in Rimbauds Lieblingslokal
„L’Academie d’Absomphe“ und mit grausamen Machtspielen, was
schließlich zum Bruch im Jahre 1873 führte. Verlaine schoss nach
übermäßigem Absinthkonsum auf Rimbaud, ob er wirklich beabsichtigte
Rimbaud zu ermorden ist nicht bekannt. Rimbaud wurde angeschossen
und schwer verwundet und Verlaine kam dafür ins Gefängnis. Rimbaud
hielt dies in dem autobiographisch gefärbten, stark rhythmisierten
Prosagedicht „Une Saison en enfer“ von 1873 fest.
Rimbaud gab das Absinthtrinken und
seine literarische Tätigkeit auf und führte ein unstetes
Wanderleben. Er verbrachte die letzten Jahre seines Lebens in der
holländischen Armee, wo er in die Kolonialisierung und in den
Waffenschmuggel verwickelt war, der ihn zuletzt als Waffenhändler
bis nach Äthiopien führte. Verlaine veröffentlichte währenddessen
Rimbauds Gedichtband „Illuminations“ im Jahre 1886, welcher das
berühmte „Sonnet des voyelles“ enthält, in dem jedem der fünf Vokale
eine bestimmte Farbe zugeordnet wird. 1891 kehrte Rimbaud nach
Marseille zurück, wo er noch im selben Jahr am 10. November
vereinsamt an einer Tumorerkrankung starb. Obwohl er schon sehr früh
mit dem Schreiben aufgehört hatte, gilt er als einer der größten
Dichter Frankreichs.
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