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2.4.1.2.2.                Artemisia maritima

Strandbeifuß

Der verwendete Teil des Sammelguts sind die blühenden Zweige mit den Blüten und die Blätter, welche im Juli und August gesammelt werden um eine Abkochung daraus zuzubereiten.

Diese Verordnung wird von Kräutermedizinern als wurmtreibendes, schmerzstillendes Mittel empfohlen. Der Strandbeifuß kommt ebenso wie der gemeine Beifuß aus der Familie der Korbblütler und wächst in Europa und Asien am warmen trockenen Plätzen, unbebauten Stellen und Hängen. Er wird bis zu über einen Meter hoch, hat einen starken Wurzelstock, behaarte Stengel, hellgrüne silbergrau behaarte Blätter und kleine gelbe, runde Blüten. Die enthaltenen Wirkstoffe der Pflanze sind ätherische Öle, Absinthin und Artabin.
 

Volksnamen: Ätsch, Alsem, Artenheil, Bitterer Beifuß, Eberreis, Elsenkraut, Elss, Eltz, Feldwermut, Grabekraut, Gottvergeß, Heilbitter, Hilligbitter, Magenkraut, Mottenstock, Wiegenkraut, Wolfzausert, Würmlekraut, Wurmtod.

2.4.1.2.3.                Artemisia dracunculus var sativa

Estragon oder Dragun-Beifuss

Estragon ist ein Wildgemüse und zählt ebenfalls zu den Köpfchenblütlern. Die Pflanze ist an der Basis aus dem Wurzelstock reich verzweigt, die Staude ist schlank und fast buschig, wird über 1m hoch und riecht aromatisch. Die Stengel teilen sich besonders im oberen Teil vielfach. Die Blätter sind wechselständig schmal, 2-10cm lang, ganzrandig, seltener 3spitzig,  und leicht glänzend. Die Blütenköpfe sind im oberen Bereich des Stengels in zahlreichen Rispen angeordnet, sind fast kugelig, weißlich und gegen Ende der Blütezeit rötlich und bilden aus wenigen Einzelblüten eine Scheinblüte. An ihrer Basis haben die bis zu 3mm großen Blütenköpfe kelchartige, unterschiedlich breit berandete Hüllblätter. Alle Blüten sind gleichgestaltet, röhrenförmig, 5zipflig und gelblich. Die Randblüten sind nur weiblich, die zentralen Blüten dagegen zwittrig, bilden jedoch keine Früchte. Der Fruchtknoten ist unterständig, zur Fruchtzeit kaum über 1mm lang und ohne Fruchtorgan.

Standort und Verbreitung:

Der Estragon stammt ursprünglich aus Russland und wächst in Europa besonders in wärmeren Gegenden bevorzugt an Flussufern. Aus Russland stammender Estragon hat übrigens den botanischen Namen Artemisia dracunculus var inodora.

Die Blütezeit ist von August bis Oktober, das Sammelgut wird vor allem zum Würzen von Essig und Salaten verwendet.

Das Aroma des Estragons beruht auf seinem Gehalt an ätherischen Ölen, die allerdings beim Trocknen zum Teil verloren gehen. Auch als Heilpflanze hatte der Estragon eine gewisse Bedeutung, da Tinkturen der Pflanze gegen Erkältungen und Zahnschmerzen eingesetzt wurden. Auch bei der Bekämpfung des Skorbuts spielte die Pflanze früher eine gewisse Rolle.

 

 

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