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2.3.
Absinthdestillerien
2.3.1.
Pernod
2.3.1.1.
Das Unternehmen Pernod-Ricard
Das Unternehmen Pernod & Fils besteht
nun seit 1797, die genaue Geschichte und der Werdegang des
Unternehmens ist aber so eng mit der Entstehungsgeschichte des
Absinths verknüpft, so dass hier nicht noch einmal extra darauf
eingegangen werden soll. Vielmehr soll sich dieses Kapitel dem
heutigen Unternehmen Pernod-Ricard widmen und Einblicke in die
Aktivitäten und die Erweiterung des Konzerns geben.
Pernod-Ricard entstand im Jahre 1975
durch die Fusion der Anis-Schnaps Produzenten Pernod und Ricard, dem
Hersteller von Pastis 51. Pernod-Ricard beginnt 1980 im Soft-Drink
Sektor zu wachsen. 1984 erfolgt die Akquisition [1] des
amerikanischen Fruchtsaftunternehmens „Flavors From Florida“ und
1987 wird Italiens führende Fruchtsaftfirma „San Giorgio Flavors“
erworben. Die erste, für die Whiskeyindustrie wichtige Übernahme,
erfolgte im Jahre 1988 als Pernod-Ricard die Irish Distillers und
damit sämtliche damals irischen Whiskey produzierenden Brennereien
übernimmt. 1998 machte Whiskey 25% des Umsatzes der gesamten Gruppe
aus. Gemeinsam mit der Firma Diageo konnte Pernod-Ricard 2001 die
Whiskey-Sparte der zerschlagenen Seagram’s übernehmen, wobei auf
Pernod-Ricard ein Kaufpreis von US$3,2Mrd entfiel. Darunter fiel
auch die Chivas & Glenlivet Group, die Pernod-Ricard in den
kommenden Jahren einen größeren weltweiten Marktanteil und höhere
Umsätze bescherte. Pernod-Ricard ist aber vor allem Marktführer in
Frankreich, hier liegt der Marktanteil bei 50%.
Auf dem Weltmarkt operiert die
Konzerngruppe mit mehr als 50 Tochtergesellschaften in 45 Ländern
und erzielte im Jahr 2001 mit ca. 13.000 Mitarbeitern einen Umsatz
von € 4,55 Milliarden. Pernod-Ricard beschäftigt sich im
Kerngeschäft mit der Produktion und der Entwicklung von
internationalen und lokalen Spirituosen- und Weinmarken und zählt
weltweit zu den drei größten Anbietern. In der Euro-Zone hält die
Gruppe sogar den ersten Platz und umfasst mehr als 80 Marken.
Der Distributionsumsatz wird gesondert
in Weine und Spirituosen (25% davon Anis basierend wie Pernod und
Ouzo) mit 40%, Fruchtsäfte und Orangenkonzentrate mit 31% und
Vertrieb mit 29% ausgewiesen.
Nach wie vor bestreitet Pernod-Ricard
das Gros seines Umsatzes aber innerhalb Europas.
Beim Gesamtumsatz hat Frankreich einen
Anteil von 23%, der restliche Teil Europas hat 58% und weltweit
bleiben somit noch 19%.
Zu den großen Marken mit mehr als
einer Million verkauften Flaschen pro Jahr zählen Pernod, Ricard,
Jameson (Irish Blended Whiskey), Havana Club, Clan Campbell (Scotch
Blended Whisky), Suze und Larios.
Nach der Seagram’s Übernahme
verschuldete sich Pernod-Ricard 2001 aber mit € 3,7Mrd. Deswegen
deinvestierte das Unternehmen im Soft-Drink Bereich und verkaufte
die Stammmarke Orangina. So stieg der gewinnträchtige Spirituosen-
und Weinanteil von 42% auf 70% im Jahre 2003; und durch diese
Restrukturierung konnte 2003 ein schneller Abbau der Schulden auf €
0,5 Mrd. erreicht werden. Die Unternehmensgruppe beschränkt sich in
der Werbung auf etwa 10 Marken mit internationalem Potential, und
man trennt sich von weniger profitablen Marken. Die derzeitigen
Aktivitäten sind auf internes Wachstum sowie auf einen Ausbau der
Distribution ausgerichtet.
Pernod Ricard in Österreich
Das Tochterunternehmen der Groupe
Pernod Ricard wurde in Österreich im März 1998 gegründet und
gliedert sich in zwei Abteilungen, eine für Verkauf und Marketing
mit 17 Mitarbeitern und eine für Finanz und Administration mit sechs
Mitarbeitern. Dieses teilweise international besetzte Team verfolgt
engagiert das Ziel, die Marken der Gruppe am österreichischen Markt
zu entwickeln und zu etablieren.
[1] Ankauf
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