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6.
Absinth im Museum
6.1.
Alt-Wiener Schnapsmuseum
In Wien hat die
Familie Fischer, die seit 1881 Absinth herstellt und nach wie vor
mit der alten Dampfdestillerie arbeitet, ihr Haus als Museum
geöffnet. In der Nähe des Schlosses Schönbrunn findet man das kleine
privat geführte Alt-Wiener Schnapsmuseum, in dessen alter
Destillerie heute noch Absinth hergestellt wird. Seit 1875
produziert dort die Familie Fischer Schnäpse und Liköre. Das
bekannteste Produkt ist der „Schönbrunner Goldlikör“, der 23
karätiges Blattgold enthält. Auch heute noch werden die alten
Familienrezepturen verwendet, die qualitativ hochwertige Produkte
garantieren. Die Einrichtung des Betriebes und
des Büros ist original aus dem Entstehungsjahr 1875.
Spezialität des
Hauses Fischer sind die Führungen und Degustationen, bei denen nicht
nur der Absinth probiert wird, sondern auch Geschichten über ihn
erzählt werden und viel Unbekanntes aber Wissenswertes.
Führungen finden nach persönlicher Vereinbarung für Gruppen ab 10
Personen statt.
Seit September 2001 wird der Original
Absinthe Mata Hari als erstes und bislang einziges österreichisches
Produkt wieder im Alt Wiener Schnapsmuseum nach der Originalrezeptur
von 1881 hergestellt. Der Name kommt von der niederländischen
Tänzerin Mata Hari, einer der legendärsten und geheimnisvollsten
Absinthtrinkerinnen dieser Zeit. Die Wiener Destillerie Friedrich
Fischer hat bereits im 19. Jahrhundert einen ausgezeichneten
Absinthe erzeugt. Heute ist es seinen Nachkommen gelungen, im Alt
Wiener Schnapsmuseum, Absinth mit Wermutkraut herzustellen, der auch
ohne Fuselöle und Anis die begehrte Opal-Trübung nach Beigabe von
Wasser und Eis erzielt.
Das Alt-Wiener Schnapsmuseum ist zwar
die bedeutendste touristische Attraktion Meidlings, aber noch immer
ein Geheimtipp und ein Kleinod der K.u.K. Zeit. Wienbesucher
schätzen das kleine Privatmuseum besonders wegen seiner familiären
Atmosphäre und natürlich wegen der guten Schnäpse und Liköre. Denn
im Anschluss an jede Führung findet eine ausgiebige Verkostung
statt. Die Führungen werden von Familienmitgliedern persönlich
gehalten.
Absinth Mata Hari
Absinth Mata Hari wird im Alt-Wiener
Schnapsmuseum nach einer Originalrezeptur von 1881 hergestellt, nach
welchem der damalige Besitzer Friedrich Fischer schon damals in Wien
Absinth herstellte. Er enthält keinen Anis, wie im Schweizer
Originalrezept der Schwestern Henriod aus Neuchâtel. Bei Zugabe von
Eis oder Wasser erhält er eine besonders schöne milchig opalgrüne
Trübung und hat einen gehaltvollen einzigartigen Geschmack. Der
Thujongehalt ist mit 35mg/l angegeben, zudem besitzt dieser Absinth
einen besonders hohen Wermutölanteil. Neben Wermut sind noch
verschiedene Öle und Ansätze aus Salbei, Melisse, Veilchenwurzel,
Muskat, Kamille, Zimt und einigen anderen Geheimzutaten enthalten.
Das Produkt besitzt 60 %vol.
Die grüne Färbung entsteht hier
allerdings nicht mit Pflanzenchlorophyll sondern mit grüner
Lebensmittelfarbe.
Absinthe Grüne Fee
Absinthe Grüne Fee wird ebenfalls nach
der Originalrezeptur von 1881 hergestellt, entwickelt jedoch eine
opalgrüne Trübung nach Beigabe von Wasser und Eis. Der Geschmack ist
gehaltvoll und ursprünglich, der Thujon- sowie Wermutölanteil ist
sehr hoch. Die Inhaltsstoffe ähneln Absinthe Mata Hari, Abweichungen
gibt es nur in der Wahl der Geheimzutaten. Das Produkt besitzt 50
%vol.
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