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Absinth im Aromagarten

Diese etymologisch der Artemis gewidmete Pflanze beinhaltet aus botanischer Sicht an die 400 verschiedene Arten die hauptsächlich auf der nördlichen Hemisphäre wachsen. Die berühmteste dieser Artemisias ist natürlich im Schweizer Kanton Neuchâtel die Artemisia Absinthium. In der Schweiz setzt man das Wort Artemisia gleich mit „bonne santé“ weil Wermut als Heilpflanze in fast allen Bereichen zur Wirkung kommt.

Die Artemisias, von denen der Jardin des Senteurs an die 60 verschiedene Arten besitzt,  werden 2004 in einer kleinen Spezialausstellung im Jardin de Curé, welcher Teil des Jardin des Senteurs ist, gezeigt. 

Jardin de Curés oder Jardins des Simples

Diese nostalgischen Gärten werden in alten Büchern insofern erwähnt, dass sie dazu da sind um unsere Wurzeln zu finden. Im vergangenen Jahrhundert gab es an die 30 Millionen solcher Gärten in der Schweiz und in Frankreich, die mit der Zeit aber verschwunden oder ihrem Sinn entrissen worden sind. Diese Gärten fand man meist in ruhigen Abteien, wo die Mönche Frieden und Möglichkeiten um zu Meditieren fanden. Jardins de Curés bestanden hauptsächlich aus aromatischen Kräutern die die Mönche als Küchen- oder Heilkräuter verwendeten, wie Salbei, Rosmarin, Lavendel, Ysop, Minze und Artemisias. Zur Dekoration pflanzte man einfache Blumen, aber auch Gemüse, Früchte und Rosenstücke zwischen die einzelnen Kräuterbeete. Die Gärten waren abhängig von Geographie, Klima und dem Boden; man fand sie in mystischen Gegenden und in so unterschiedlicher Art und Weise wie die Personen die sie anlegten. Diese Gärten waren vor allen vom 4. Jahrhundert bis 1789 zum Großteil bei Klerikern und reichen Leuten sehr beliebt. 1789 verlieren diese Gruppen durch die Revolution ihre Privilegien. Als dann 1794 die Säkularisierung [1] in Frankreich erfolgt, werden die meisten Grundstücke auf denen man Jardins de Curés fand zum Kauf angeboten. Einige kleinere erhaltene oder neuangelegte Varianten dieser Gärten gibt es aber auch heute noch.

 

Konzeption eines Jardin de Curé

Dieser kleine Garten mit einer großen Auswahl an Küchen- und Heilkräutern besteht üblicherweise aus 4 großen Teilen. Ein Teil mit Küchenkräutern, ein Teil mit einfachen Blumen, ein Teil mit Heilkräutern und ein Teil mit aromatischen Kräutern. Die Wege sind meistens zementiert, gepflastert oder mit Kieselsteinen bestreut; die Beete sind mit roten Ziegelsteinen abgegrenzt und begehbar. Für Schatten sorgt üblicherweise eine Pergola, die mit Wein- oder Efeuranken überzogen ist.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

 

April bis Juni:             -    Montag bis Freitag: 8h bis 12h und 13h bis 18h

  -    Samstags: 8h bis 16h

  -    Sonntag und Feiertag: 9h bis 12h

 

Juli bis Oktober:          -    Montag bis Freitag: 9h bis 12h und 13h bis 16h30

                               -    Samstags: 9h bis 12h

 

Von November bis März sind Besuche nach Vereinbarung möglich. Der Eintritt ist frei, Führungen werden auf Französisch auf Anfrage und mit einer Dauer von einer halben Stunde bis Stunde ab 13 Uhr gegen ein Entgelt von € 3,50 pro Person getätigt.

7.3.1.5.            Voyage au Pays de Fées

Bei diesem innovativen Konzept handelt es sich um einen durch Klänge hervorgehobenen halbgeführten und halbindividuellen Parcours durch das Val-de-Travers. Verschiedene Klänge und Feen sollen dabei helfen, das kulturelle Erbe einer Gegend dauerhaft zur Geltung zu bringen. Das Thema der Fee war für das Val-de-Travers sozusagen selbstverständlich, um eine Verwechslung mit der traditionellen, vertrauten „grünen Fee“ auszuschließen, erfanden die Veranstalter 16 neue Feen, von denen jede ihre eigenen Gaben und Attributen, sowie ihre eigene, von Gerüchten und Legenden dieser Gegend inspirierte Geschichte. Die Fee Ludivine, neuerdings das Symbol des Val-de-Travers, gilt als roter Faden des Parcours und soll dem Besucher die Gelegenheit geben, die Reise ins Land der Feen aktiv zu erleben.

Die Autorin dieses Projekts, Emanuelle delle Piane ist Italo-Schweizerin ist in La Chaux-Fonds geboren und unter anderem Theaterautorin, Schriftstellerin und Drehbuchautorin. Ihre Ausbildung absolvierte sie in den verschiedensten Ländern der Welt, vor allem in England und in den USA. Fasziniert von Bildern, Lebewesen und Klängen, arbeitet sie schon früh in der Welt der Fotografie, später schreibt sie für Film, Fernsehen, Radio und Theater.

Das Ticket für die  „Voyage au Pays des Fées“ kostet für Erwachsene 39,00 CHF, für Schüler und Studenten 32,00 CHF, für Kinder unter 16 Jahren 23,00 CHF und für Familien 75,00 CHF. Führungen gibt es nach Vereinbarung für Gruppen ab 15 Personen für 24,00 CHF für Erwachsene, 19,00 CHF für Schüler und Studenten, 13,00 CHF und für Kinder und 65,00, die Dauer beträgt einen Tag.

Die Voyage au Pays du Fées findet von Anfang Mai bis Mitte Oktober Mittwoch, Samstag und Sonntag von 9h30 bis 17h statt und beinhaltet den freien Eintritt zu Sehenswürdigkeiten in fünf Orten im Val-de-Travers: Musée Vapeur Val de Travers, Ecomusée, Séchoir à absinthe, Musée Industriel, Musée des mines d'asphalte, Château de Môtiers und Mines d'asphalte. Feen aus alten Sagen des Val-de-Travers kennzeichnen verschieden Orte des Parcours.

 

Fee Séléna: Depot von Saint-Sulpice, Dampflokomotiven

Fee Lidis: Kuriositäten des Ecomusée in der Nähe von Saint-Sulpice: kolossale Wasserturbinen, Zahnräder und gigantische Übertragungsriemen.

Fee Zaréna: Quelle der Areuse bei den Grotten

Feen Boréale, Ludomaine und Herbora: Boveresse, in der ehemaligen Absinth-Trocknerei, die Feen haben ein ganz besonderes Elixier gemischt.

Fee Tagala: bei Travers, Asphaltminen von La Presta

Fee Cameléa: Märchenbuch Val-de-Travers

Feen Mélonie und Yasmée: Industriemuseum mit verschiedenen Zeugen der Industrialisierung, des goldenen Zeitalters des Val-de-Travers: Die allerersten Dubied-Strickmaschinen stehen neben einer vollständig eingerichteten, funktionierenden Uhrmacherwerkstatt.

 

Die Tickets werden an den Kassen jeder der beinhalteten Sehenswürdigkeiten und im Office du Tourisme verkauft.

7.3.1.6.            Musée Régional d’Artisanat et d’Histoire de Môtiers

Der Besuch des im Kapitel „Beschreibung der Region“ schon skizzierten Geschichts- und Kunsthandwerksmuseums von Môtiers wird im Anschluss an den Besuch der Blackmint Destillerie stattfinden.


[1] Trennung von Kirche und Staat

 

 

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